Französische Zwiebelsuppe mit überbackener Käsehaube
Diese Suppe passt perfekt zu einem knusprigen Salatblatt mit Vinaigrette oder zu frischem Bauernbrot. Ein Glas trockener Weißwein oder ein körperreicher Rotwein ergänzen die Suppe hervorragend.
Vorbereitungszeit 20 Minuten Min.
Zubereitungszeit 1 Stunde Std.
Gesamtzeit 1 Stunde Std. 20 Minuten Min.
Gericht Suppe, Vorspeise
Küche Französisch
- 800 g Gemüsezwiebeln
- 50 g Butter
- 1 EL Öl
- 2 EL Mehl
- 1 Liter Rinderbrühe oder Gemüsebrühe
- 200 ml trockener Weißwein oder Essig und etwas Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Zweige frischer Thymian oder 1 TL getrocknet
- 2 Knoblauchzehen
- 1 EL Apfelessig oder Weißweinessig
- 100 g Gruyère-Käse oder alternativ Bergkäse
- 8 Scheiben Baguette am besten altbacken
- Salz
- Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 Prise Muskatnuss
Schritt 1: Die Zwiebeln vorbereiten
Schälen Sie die Gemüsezwiebeln und schneiden Sie sie in feine Halbringe – die Größe ist dabei Geschmackssache: je feiner, desto eleganter, je breiter, desto intensiver das Zwiebel-Aroma. Unser Profi-Tipp zum tränenfreien Schneiden: Verwenden Sie ein möglichst scharfes Messer und schneiden Sie nicht direkt in die Wurzel (dort sitzen die meisten reizenden Stoffe). Alternativ können Sie die Zwiebel kurz kühlstellen, bevor Sie sie schneiden – das hilft vielen Menschen.
Schälen Sie den Knoblauch und schneiden Sie ihn in feine Scheiben.
Schritt 2: Die Zwiebeln karamellisieren
Erhitzen Sie die Butter und das Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze.
Geben Sie die Zwiebelhalbringe und eine Prise Salz hinzu. Rühren Sie gelegentlich um und lassen Sie die Zwiebeln zugedeckt etwa 15 Minuten sanft andünsten, bis sie weich werden und glasig aussehen.
Nehmen Sie dann den Deckel ab und erhöhen Sie die Hitze leicht. Rühren Sie häufiger um und braten Sie die Zwiebeln nun 20–30 Minuten lang goldbraun und leicht karamellisiert. Dieser Schritt ist entscheidend für das volle Aroma der Suppe – haben Sie Geduld! Die Zwiebeln sollten tiefgolden bis leicht mahagonifarbig sein.
In den letzten Minuten den Knoblauch dazugeben und kurz mit anschwitzen.
Schritt 3: Die Suppe aufbauen
Bestäuben Sie die karamellisierten Zwiebeln mit dem Mehl, rühren Sie gut durch und lassen Sie das Mehl 1–2 Minuten anschwitzen.
Lösen Sie die Zwiebel-Mehl-Mischung mit dem Weißwein ab – dabei können Sie etwas Essig hinzugeben für zusätzliche Tiefe. Rühren Sie tüchtig durch und lassen Sie die Flüssigkeit etwa 5 Minuten einkochen, bis sie um etwa die Hälfte reduziert ist.
Gießen Sie nun die Rinderbrühe auf, geben Sie das Lorbeerblatt und den Thymian hinzu und bringen Sie alles zum Kochen.
Schritt 4: Köcheln lassen und würzen
Reduzieren Sie die Hitze und lassen Sie die Suppe 20–30 Minuten sanft köcheln. Die Zwiebeln sollen dabei zerfallen und die Brühe soll intensiv würzig werden.
Entfernen Sie das Lorbeerblatt und die Thymian-Zweige. Schmecken Sie die Suppe ab mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss. Die Würzung sollte kräftig, aber ausgewogen sein.
Schritt 5: Das Baguette vorbereiten
Während die Suppe köchelt, heizen Sie den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vor (Umluft nicht geeignet!).
Schneiden Sie das Baguette in etwa 1 cm dicke Scheiben und rösten Sie diese entweder in einer trockenen Pfanne auf beiden Seiten an oder legen Sie sie kurz in den Ofen, bis sie leicht geröstet sind. Das Brot sollte noch nicht braun sein, sondern nur die Oberfläche erhalten haben.
Reiben Sie den Gruyère-Käse auf der feinen Seite Ihrer Reibe.
Schritt 6: Die Suppe gratinieren
Füllen Sie die Suppe in vier ofenfeste Suppenschüsseln oder -tassen.
Legen Sie auf jede Schüssel 2 Baguette-Scheiben und bestreuen Sie diese großzügig mit dem geriebenen Käse – trauen Sie sich ruhig, nicht zu sparsam zu sein!
Stellen Sie die gefüllten Schüsseln auf ein Backblech und in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene).
Lassen Sie die Suppe 3–5 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und eine goldbraun bis leicht dunkelbraun gefärbte Kruste entstanden ist. Die Oberfläche sollte appetitlich bubbles werfen.
Nehmen Sie die Schüsseln vorsichtig aus dem Ofen – Achtung: Sie sind sehr heiß! Stellen Sie sie auf kleine Untersetzer.
Vorbereitung: Die Suppe lässt sich hervorragend einen Tag vorher zubereiten. Kochen Sie sie komplett, lassen Sie sie abkühlen und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Am nächsten Tag einfach kurz aufwärmen, in die Schüsseln füllen und gratinieren – so ist das Festessen deutlich stressfreier!
Käsesorte: Falls Sie keinen Gruyère finden, können Sie auch auf Bergkäse, Comté oder sogar mild-würzigen Gouda ausweichen. Wichtig: Es sollte ein Käse sein, der gut schmilzt und ein herzaftes Aroma hat. Bitte keine fettreduzierten Varianten verwenden – die Schmelzbarkeit leidet darunter.
Brühe: Wer kein Rinderbrühe zur Hand hat, kann auch Geflügelbrühe nehmen – das Aroma wird etwas milder, aber nicht weniger lecker. Für Vegetarier eignet sich hochwertige Gemüsebrühe wunderbar.
Weißwein: Sie können die Weißwein-Menge ganz nach persönlichem Geschmack anpassen. Manche mögen es würziger, dann einfach ein wenig mehr nehmen. Wer lieber auf Alkohol verzichtet, kann die gleiche Menge mit zusätzlichem Essig und etwas Gemüsebrühe ersetzen.
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